Tränkwasser

Während in der Tierhaltung oft großen Wert auf die Qualität des Futters gelegt wird, erfährt das Tränkwasser meist wenig Beachtung. Dabei ist Tränkwasser in geeigneter Qualität eine entscheidende Voraussetzung für Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Nutztieren.

Nach Anhang III der Futtermittelhygiene-Verordnung muss Tränkwasser so beschaffen sein, dass es für die betreffenden Tiere „geeignet“ ist. Bei begründeten Bedenken hinsichtlich einer Kontamination von Tieren oder tierischen Erzeugnissen durch das Wasser sind Maßnahmen zur Bewertung und Minimierung der Risiken zu treffen.

Anlagenschutz

Nicht nur die Tiergesundheit ist durch belastetes Wasser einem Risiko ausgesetzt; auch an den Versorgungsanlagen kann es zu Problemen kommen. So führen u.a. hohe Mangan- und Eisenkonzentrationen zu Ablagerungen in Leitungen und Tränken, wodurch die Funktionsfähigkeit der Tränkanlage eingeschränkt wird und die Tiere nicht mehr ausreichend Wasser erhalten. Diese Ablagerungen sind zudem idealer Untergrund für die mikrobiologische Besiedlung. Hat sich erst ein ausgedehnter Biofilm gebildet, besteht schnell die Gefahr einer hartnäckigen und großflächigen Ausbreitung von Krankheitserregern.

Tiergesundheit

Vor allem Halter, deren Tiere durch Wasser aus einem eigenen Brunnen und bei Weidegang aus Tanks bzw. mit Oberflächenwasser versorgt werden, sollten ihr Tränkwasser regelmäßig auf Qualität und Beschaffenheit prüfen lassen. Verunreinigtes Brunnenwasser, unsaubere Vorratsbehälter oder Wasserleitungen führen häufig zu hohen Keim- und Schadstoffbelastungen. Dabei können schon geringe Mengen schädlicher Stoffe, die über einen längeren Zeitraum auf einen Organismus einwirken, zu chronischen Schäden oder Vergiftungen Ihrer Tiere führen.


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