- Blei
Blei
Für den Menschen ist Blei ein toxisches Schwermetall, das sich im Körper ähnlich wie Calcium verhält und an dessen Stelle in Knochen eingelagert werden kann. Blei wird zu 80% über Lebensmittel aufgenommen, wobei die Aufnahme mit der Zufuhr von Milch begünstigt wird.
Bis Mitte der 70er Jahre wurden in Deutschland häufig Trinkwasserinstallationen aus Blei verlegt. Erst 1973 stellte eine DIN-Norm die "Bedenklichkeit von Bleirohren im Trinkwassernetz" fest. Vor allem in Großstädten ist bekannt, dass erhöhte Anteile der vorhandenen Hausanschlussleitungen aus Blei sind.
Seit 2013 ist in der TrinkwV der Bundesrepublik Deutschland ein Grenzwert von 0,010 mg/l (= 10 Mikrogramm/l) festgelegt. Dieser Wert gilt bis zum Ablauf des 11. Januar 2028. Ab dem 12. Januar 2028 gilt ein Grenzwert von 0,005 mg/L. Die aktuelle TrinkwV aus dem Jahr 2023 sieht vor, dass bereits bis zum Ablauf des 12. Januar 2026 bleihaltige Trinkwasserleitungen oder Teilstücke von Trinkwasserleitungen vollständig zu entfernen oder stillzulegen sind.

